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Univ.-Prof. Dr. phil. Michael Stegemann

Univ.-Prof. Dr. phil. Michael Stegemann Foto von Univ.-Prof. Dr. phil. Michael Stegemann

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44623 Herne

Inhalt

Biographie

Geboren 1956 in Osnabrück. Studium in Münster (Musikwissenschaft, Romanistik, Philosophie und Kunstgeschichte) und Paris (u. a. Komposition in der Meisterklasse von Olivier Messiaen). 1981 Promotion mit einer Arbeit über Camille Saint-Saëns und das französische Solokonzert von 1850 bis 1920. Von 1981 bis 1986 Redakteur der Neuen Zeitschrift für Musik und Lehrtätigkeit an der Universität Münster. Von 1986 bis 2002, freie Tätigkeit als Komponist, (Musik-)Schriftsteller, Rundfunk-Autor und Regisseur.

Im Sommersemester 2002 wurde Michael Stegemann als Nachfolger von Prof. Dr. Martin Geck auf den Lehrstuhl für historische Musikwissenschaft an das Institut für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund berufen. Zu den Projekten, die er hier realisiert hat, gehören Wiederaufführungen vergessener Werke von François-Joseph Gossec und Étienne-Nicolas Méhul (in Zusammenarbeit mit dem Geiger und Dirigenten Werner Ehrhardt), sowie im Dezember 2004 ein Internationales Symposion zur Interpretations- und Aufführungsgeschichte von Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni. Schwerpunkte seiner Lehr- und Forschungstätigkeit sind französische Musik, Interpretationsforschung und (seit dem Wintersemester 2010/2011) der Bachelor/Master-Studiengang »Musikjournalismus«, dessen Einrichtung von Stegemann initiiert wurde.

Stegemanns kompositorisches Œuvre umfasst bis heute rund fünfzig Instrumental- und Vokalwerke unterschiedlichster Besetzungen, darunter ein gutes Dutzend Hörspiel-Musiken für den WDR Köln und den SFB (RBB) Berlin. Mehrere Werke liegen als Rundfunk- und Schallplattenproduktionen vor und sind gedruckt bei verschiedenen Verlagen erschienen (u.a. Heinrichshofen und Zimmermann); für das Orchesterwerk Carceri d´invenzione wurde er 1983 beim »Forum junger Komponisten« der Gema mit einem ersten Preis ausgezeichnet.

 

2001 gab Michael Stegemann mit Arthur Honeggers Jeanne d´Arc au bûcher bei den Salzburger Festspielen sein Debüt als Regisseur; 2002 wirkte er am Brüsseler Théâtre de la Monnaie an Roland Aeschlimanns Inszenierung der Damnation de Faust von Hector Berlioz mit. Im September 2005 gelangte bei den Bonner Beethovenfesten die Oper L’Irato von Étienne-Nicolas Méhul in einer von Michael Stegemann eingerichteten und inszenierten Fassung zur Aufführung.

 

Neben seiner regelmäßigen Tätigkeit als Moderator von Live-Sendungen (u.a. seit Anfang der 1980er Jahre für das WDR 3 Klassikforum, die SFB (RBB) Klassikdiskothek und das SWR Plattenprisma / Neues vom Klassikmarkt) hat Stegemann bis heute rund 150 (Musik-)Features und Hörspiele für alle Rundfunkanstalten der ARD, für den Schweizer DRS und für den österreichischen ORF verfasst. 1983 begann seine enge Zusammenarbeit mit dem Ensemble der Berliner Schaubühne, mit dem für den SFB (RBB) sechs große, mehrteilige Hörspiel-Features entstanden: Hector Berlioz – Psychogramm eines Komponisten (1983/84), Nachricht von den neuesten Schicksalen des Kapellmeisters Johannes Kreisler – Drei Radio-Fantasien in E.T.A. Hoffmann´s Manier (1987, zur 750-Jahr-Feier Berlins), “Ah, ça ira” – Eine radiophone Revolutions-Etüde in vier Sätzen (1989, zum 200.Jahrestag der Französischen Revolution – für SFB, DRS und ORF), “Allons enfants” – Die Musik der Französischen Revolution (1989 als offizieller Beitrag des gesamten ARD-Rundfunks zum 200. Jahrestag der Französischen Revolution), Don Antonio Vivaldi: Le quattro stazioni – Eines langen Lebens Reise in den Tod (1991), Der Tod des Piotr Iljitsch – drei radiophone Szenen (1993, zum 100.Todestag von Peter Tschaikowsky). Ähnliche Hörspiel-Features entstanden auch für den NDR Hamburg und den HR Frankfurt. 1992/93 produzierte der SDR Stuttgart Stegemanns 52-teilige Sendereihe Glenn Gould Gesamt, die vom BR, NDR, MDR, SFB, SWR und DRS übernommen wurde. 1997 entstand mit dem 365-teiligen Schubert-Almanach die größte Sendereihe, die je von der ARD produziert wurde, und deren jeweils 25-minütige Folgen täglich zweimal von SFB, ORB, NDR, MDR und DRS ausgestrahlt wurden. 2006 realisierte Stegemann – gemeinsam mit Karl-Dietrich Gräwe – beim RBB die 53-teilige Sendereihe Mozart, oder Die Entführung in die Musik, die mit dem »Deutschen Kritikerpreis« ausgezeichnet wurde. 2011 produzierte der RBB die 21-teilige Sendereihe Franz Liszt.

 

Für den WDR Köln sind seit 1991 acht Hörspiele entstanden, die zum Teil auch von Goldmann Primo als Hörspiel-Kassetten und von dem Label Schall & Wahn auf CD veröffentlicht wurden: Vivaldis Inferno (1991), Das Geheimnis der “Ultima” (1992), Rudolf Zwei – Hörspiel-Monodram für einen Sprecher und einen Cellisten (1993), Zimmer mit Klavier (1995), Die Solipsisten, oder Gemischtes Doppel mit Kind (1998), Gute Nacht, mein Liebling (1999), Herrn Johannes´ Passion (2000), Dachbodenfund (2010); zu allen Hörspielen hat Stegemann auch die Musik komponiert. 2007 entstand die Hörspiel-Komposition The Glenn Gould Trilogy – eine Koproduktion des WDR (Studio Akustische Kunst) und der Sony Classical, die 2008 mit dem »Deutschen Hörbuchpreis«, dem »Sonderpreis Hörspiel« der Stiftung Lesen und dem »Goldenen Bobby« des Verbands Deutscher Tontechniker ausgezeichnet und für die Vorauswahl des Grammy nominiert wurde. 2012 folgte eine weitere Koproduktion von WDR und Sony: Glenn Gould und Elisabeth Schwarzkopf – Chronik einer „unglücklichen Liebe“.

 

Als Musikwissenschaftler gilt Stegemanns besonderes Interesse neben Glenn Gould der französischen und der russischen Musik. In den 1980er Jahren hat er das erste Klavierkonzert von Frédéric Chopin für die Edition Eulenburg und – gemeinsam mit dem französischen Pianisten Michel Béroff – die Klavierwerke Claude Debussys für die Wiener Urtext Edition herausgegeben; 2011 erschien seine (gemeinsam mit Christina M. Stahl erstellte) wissenschaftlich-kritische Ausgabe des Requiem op. 48 von Gabriel Fauré als erster Band der Œuvres complètes beim Bärenreiter-Verlag; sie wurde mit dem »Deutschen Musikeditionspreis 2012« ausgezeichnet und im April 2012 offiziell durch die Berliner Philharmoniker und den Rundfunkchor Berlin unter Sir Simon Rattle erstaufgeführt. Mehrere von Stegemann wiederentdeckte Werke wurden von der EMI für die Schallplatte produziert, darunter das Doppelkonzert La Muse et le Poète für Violine, Violoncello und Orchester und (für das Label Capriccio) die Romance op.27 für Violine und Orchester von Camille Saint-Saëns, sowie die beiden Cellokonzerte von Henri Vieuxtemps. 1983 wurde er in Lyon für seine Verdienste um die französische Musik mit der Médaille Hector Berlioz ausgezeichnet. Seit 2011 gehört er zur Jury beim »Preis der deutschen Schallplattenkritik«.

 

Michael Stegemanns Buchveröffentlichungen umfassen unter anderem bei Rowohlt die Monographien über Antonio Vivaldi (1983), Camille Saint-Saëns (1988) und Maurice Ravel (1996/2013), eine große Glenn-Gould-Monographie (Piper-Verlag, München 1992/2007/2012; Zweitausendeins, Frankfurt 2003), den biographischen Schubert-Roman Ich bin zu Ende mit allen Träumen und den Schubert-Almanach (Piper-Verlag, München 1996/1997), Mozart für die Westentasche (Piper-Verlag, München 2006), sowie Franz Liszt – Genie im Abseits (Piper-Verlag, München 2011). Außerdem hat Stegemann an einer Vielzahl von Lexika, Festschriften und Sammel-Veröffentlichungen mitgearbeitet, u.a. an der Piper Enzyklopädie des Musiktheaters und an der Neuausgabe der Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart.

 

Die Bücher und Aufsätze sind original auf Deutsch, Französisch und Englisch erschienen und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt: ins Amerikanische, ins Chinesische, ins Englische, ins Französische, ins Italienische, ins Japanische, ins Niederländische, ins Polnische, ins brasilianische Portugiesisch, ins Ungarische und ins Türkische. Das Hörspiel Das Geheimnis der “Ultima” erschien 1997 beim Dogakusha-Verlag in Tokio im Druck und wird als offizielles Lehrmaterial für den Deutsch-Unterricht an japanischen Universitäten verwendet. Die Gesamtauflage der Bücher von Michael Stegemann beträgt in Deutschland rund 200.000 Exemplare.

 

[ Stand : März 2013 ]

Publikationen

Forschungsschwerpunkte

  • Interpretationsforschung

  • Glenn Gould

  • Camille Saint-Saëns (Wissenschaftliche Leitung der 72-bändigen Œuvres complètes im Kasseler Bärenreiter-Verlag)

  • Gabriel Fauré

  • Franz Liszt

 

Aktivitäten

 

2006

• Mozart - Die Entführung in die Musik : 53-teilige Sendereihe (jeweils 115:00) im »kulturradio« vom RBB, gemeinsam mit Dr. Karl Dietrich Gräwe; die Sendereihe wurde 2007 mit dem »Deutschen Kritikerpreis« in der Kategorie »Hörfunk« ausgezeichnet.

• Buchveröffentlichung : Mozart für die Westentasche. Piper-Verlag, München.Auflage bis 2012: ca. 30.000

2007

• The Glenn Gould Trilogy : Hörspielkomposition (in deutscher und englischer Sprache, jeweils 240:00), als Coproduktion der »Sony Classical« und des WDR (»Studio Akustische Kunst«); die CD-Veröffentlichung wurde 2008 mit dem »Deutschen Hörbuchpreis« in der Kategorie »Beste Information«, dem »Sonderpreis Hörspiel« der Stiftung Lesen und dem »Goldenen Bobby« des Verbands Deutscher Tontechniker ausgezeichnet und für die Vorauswahl des Grammy nominiert. 

• Fernseh- und Rundfunk-Präsentationen in WDR, NDR, HR, MDR, RBB, BR, SR, BBC und Radio Canada; Live-Präsentation im Rahmen der Glenn-Gould-Festlichkeiten in Toronto und Ottawa (Kanada).

• Glenn Gould - The Complete Jacket Collection : CD-Edition der gesamten Columbia-Aufnahmen des Pianisten in einer Box mit 80 CDs, inklusive eines 270-seitigen Booklets

• Buchveröffentlichung : Glenn Gould – Leben und Werk. Piper-Verlag, München. Komplett überarbeitete Neuausgabe.Auflage der Neuausgabe bis 2012: ca. 15.000

2007 - 2010

• Wissenschaftlich-kritische Ausgabe des Requiem op.48 von Gabriel Fauré – gemeinsam mit Dr. Christina M. Stahl – im Rahmen der Œuvres complètes im Kasseler Bärenreiter-Verlag.

2011 - 2012

• Edition : Gabriel Fauré, Requiem op.48 – wissenschaftlich-kritische Ausgabe (gemeinsam mit Dr. Christina M. Stahl) im Rahmen der Œuvres complètes im Kasseler Bärenreiter-Verlag; ausgezeichnet mit dem »Deutschen Musikeditionspreis 2012« und im April 2012 durch die Berliner Philharmoniker und den Rundfunkchor Berlin unter Sir Simon Rattle erstaufgeführt.

• Glenn Gould und Elisbeth Sxchwarzkopf – Chronik einer »unglücklichen Liebe«: Hörspiel (80:00/110:00), als Coproduktion der »Sony Classical« und des WDR

• Glenn Gould – Story of a Genius / Glenn Gould – The Complete Bach / Glenn Gould – The Complete Goldberg Variations : CD-Editionen des Pianisten in drei Boxen, jeweils mit umgangreichen Booklets.

• Buchveröffentlichung : Glenn Gould – Leben und Werk. Piper-Verlag, München. Neuausgabe 2012Auflage der Neuausgabe bis März 2013: ca. 2.000

• Buchveröffentlichung : Franz Liszt – Genie im Abseits. Piper-Verlag, München. Auflage bis März 2013: ca. 6.000

Ab 2013

• Von Waterloo bis Sarajewo – Ein Jahrhundert europäischer Geschichte im Spiegel der Musik : 10-teilige Vortragsreihe am Konzerthaus Dortmund in der Saison 2013/2014.

• Europa 1914 : Vortragsreihe am Goethe-Institut (Paris).

• Camille Saint-Saëns – Œuvres complètes : Wissenschaftliche Leitung der 72-bändigen Gesamtausgabe im Kasseler Bärenreiter-Verlag.

• Igor Strawinsky : Biographie Piper-Verlag, München ca. 2020/2021

 

Regelmäßige Aktivitäten

• Vorträge : Berlin, Budapest, Dijon, Dortmund, Essen, Köln, Mannheim, München, Münster, Ottawa, Paris, Toronto u.a.

• Zeitschriften

 - stereoplay

•  Regelmäßige Rundfunk-Sendungen (2013) :- KlassikForum WDR 3, Mo-Sa, 09:05-12:00 Uhr- Interpretationen Deutschlandradio Kultur, So 15:00-17:00 Uhr- Kalenderblatt DLF, Mo-So, 09:05-09:10 Uhr