Sammlungen
Hier finden Sie Informationen zu unseren Sammlungen und die entsprechenden Ansprechpartnerinnen.

Diathek ››
Printmedienarchiv ››
Technologische Sammlung ››
Systematik textiler Techniken ››
Didaktisches Archiv ››



Diathek
Die Diathek beinhaltet ca. 23.000 katalogisierte Diapositive zu verschiedenen Einzelthemen wie unter anderem Kostümgeschichte, Modedesign, Modefotografie, textile Objekte und Textilkunst. Ein digitales Bildarchiv befindet sich im Aufbau. Für Seminare, Referate und Vorträge können Repros und Scans nach Absprache angefertigt werden.
Ansprechpartnerin: Gabriele Paschedag ››

Printmedienarchiv
Das Printmedienarchiv umfasst eine große Sammlung an Zeitschriften (unter anderem Burda Moden von 1953 bis 1983, Brigitte Mode von 1978 bis 1990, Simplicity Mode-Form von 1969 bis 1974), Fachmagazinen (unter anderem CIBA Rundschau von 1936 bis 1975, Mode für die Fachwelt von 1963 bis 1969, Textilreport von 1973 bis 1974), Katalogen verschiedener Versandhäuser von 1962 bis 1995 sowie Varia (unter anderem Firmenprospekte, Schnittmuster, Postkarten, Zeitungsausschnitte) zu den Themen Tracht, Mode, Materialität, Produktion und Konsum.
Ansprechpartnerin: Viola Hofmann ››

Technologische Sammlung
Die Räumlichkeit und Ausstattung der technologischen Sammlung bietet verschiedene Möglichkeiten und Perspektiven zur Analyse von textilen Rohstoffen und ihren Verarbeitungsstufen. Diverse Mikroskoptypen, die u.a. mit Digitalkameras ausgerüstet sind, erlauben den Studierenden die Erfassung und Untersuchung von textilen Morphologien und Architekturen, von der wenig bearbeiteten Faser bis zum fertigen Produkt. Anhand der geschätzt achttausend Proben umfassenden Sammlung textiler Flächen können industrietechnologische Verfahren und Innovationsprozesse im Bereich der Flächenkonstruktion nachvollzogen werden. Während die Sammlung in früheren Jahren zur technischen Sektion von komplexen industriellen Fertigungs- und Ausrüstungsverfahren diente, soll sie nun auch zur Erschließung wechselseitiger Beeinflussungen von Technologie, Textildesign und körperlicher sowie sozialer Positionalität zur Verfügung stehen. Unter diesem Aspekt wurde begonnen, die Sammlung neu zu erfassen.
Die Digitalisierung der Sammlung ist im kontinuierlichen Aufbau.
Ansprechpartnerin: Viola Hofmann ››

Hier ›› finden Sie Beispiele für textile Flächen. Die Sortierung richtet sich zunächst nach der Materialzusammensetzung. Die einzelnen Proben weisen eine erste Übersichtsbestimmung nach weiteren Kriterien wie Flächenkonstruktion, -bezeichnung oder Veredelung aus.

Systematik textiler Techniken
Das Sammlungskonzept basiert auf den Forschungen der Ethnologin Seiler-Baldinger zur "Systematik textiler Techniken", die ihre Analysen und Befunde in dem so bezeichneten Band dargelegt hat.* Er gilt als ein Standardwerk der ethnologischen Textilforschung.
Hier finden sich die textilen Techniken in Bezug auf ihre Anwendung, Konstruktion, Verzweigungen und Verknüpfungen ausührlich und im Detail dargelegt. Ihre Systematisierung beruht auf dem Prinzip der Bindungsform, die unterscheidet zwischen den technischen Prozessen von Kettenstoffverfahren, Maschenstoffbildung, Flechten, Weben und im engeren Sinne weiter differenziert zwischen Stoffverzierungen mit Hilfe zusätzlicher Elemente wie durch festes Material oder durch flüssige Zutaten. Dieses System allerdings ist in erster Linie nur auf textile Stoffkulturen von handwerklicher Produktion anwendbar.
Die Sammlung steht beispielhaft dafür, wie wissenschaftliche Konzepte durch Sammlungen materialisiert werden können. Vor allem zeigen sowohl Sammlungsobjekte als auch Seiler-Baldingers Überlegungen, dass die Definition einer "Textilie" sich nicht allein von der Faser bestimmen lässt. Vielmehr handelt es sich um eine "technische Materialität", in der sich Faser und Technik zu einem Stoff verbinden, wie es jüngst eine Dissertation des Faches* prägnant ausformuliert hat.
*Annemarie Seiler-Baldinger: Systematik textiler Techniken. Basel.
Vgl. auch für eine kürzere Fassung: Annemarie Seiler-Baldinger: Textile Strukturen versus Techniken. Die Systematik auf einen Blick. In: Gabriele Mentges (Hg.) Kulturanthropologie des Textilen. Berlin, Dortmund 2005: Ebersbach, S. 213-224.
*Nicole Schaeffert: Die Mobilisierung des gedrehten Fadens. Zum Zusammenhang von Textiltechnik und Mobilität um 1900, Dissertation 2012 (MS), Dortmund.

Die Sammlung steht Studierenden zur Untersuchung und Einübung der Klassifikation textiler Herstellungstechniken in Anbindung an Seminare offen.
Ansprechpartnerin: Gabriele Paschedag ››

Hier ›› finden Sie Beispiele von Objekten aus unserer Sammlung zu den unterschiedlichen textilen Techniken.

Didaktisches Archiv
Das didaktische Archiv umfasst fachdidaktische und pädagogische Grundlagenwerke, Fachzeitschriften, Lehrpläne und Richtlinien verschiedener Schulformen sowie Quellen aus dem 19. und 20. Jahrhundert zur Geschichte textiler Mädchenerziehung und zur Ausbildung von Handarbeitslehrerinnen. Zum Archiv gehören ebenso Studierendenarbeiten, die die Hochschulausbildung und das universitäre fachpraktische Studium seit den 1960er Jahren dokumentieren. Neue Schwerpunkte liegen in den Bereichen kulturanthropologischer Fachdidaktik.
Eine Sammlung traditioneller, muslimischer, christlicher Schleier sowie Paper Dresses der 1960er Jahre befindet sich im Aufbau.
Ansprechpartnerin: Beate Schmuck ››