Kulturanthropologie des Textilen


Die Kulturanthropologie des Textilen befasst sich mit den vielfältigen Beziehungen zwischen Menschen (Anthropologie = Lehre vom Menschen) und textilen Sachkulturen. Als Teil der materiellen Kultur stellt das Textile ein besonderes Verhandlungsfeld dar: Schaffung, Strukturierung und Gestaltung von sozialen Beziehungen werden hier von uns untersucht. Fragen nach Identität, Hierarchien, Körper- und Geschlechterbildern, Repräsentation und Kommunikation sind leitend für die Erkundung der Gegenstände und ihrer Kontexte. Die Lehrinhalte beziehen sich auf die Analyse textiler Erscheinungsformen und den damit verbundenen Handlungsweisen. Dabei kommen sowohl historische wie gegenwartsbezogene Perspektiven zum Tragen.
Folgende Themenfelder sind für die Kulturanthropologie des Textilen zentral: Textilgeschichte, Kleider, Körper- und Geschlechtergeschichte, Textilien in Kunst und Architektur, Theorien der Mode, Konsumgeschichte, Technologie, Produktion und Textilwirtschaft, Mode und Medien, Museum und Sammlungen.

Der Studienbereich Technologie, Produktion und Textilwirtschaft versteht sich innerhalb der modularisierten Studienstruktur als Schnittstelle zwischen Fachdidaktik und Fachwissenschaft. In diesem Bereich erwerben Studierende grundliegende Kenntnisse auf dem Gebiet textiler Rohstoff- und Verfahrenskunde und der textilen Wertschöpfungskette. Aus der theoretischen Rekonstruktion von Herstellungsprozessen und der Anwendung universeller textiler Praktiken können Ideen für die didaktische Umsetzung auf zukünftige Berufsfelder hin entwickelt werden. Inhaltliche Schwerpunkte: Gewinnung, Struktur und Eigenschaften textiler Materialien, Herstellungsverfahren, Organisationsstrukturen von Textilbetrieben, Verbrauch und Entsorgung textiler Produkte, Ergologie und Technologie in Verbindung mit gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen.

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