Planvoll

Aktuell bei Planvoll: Projektausstellung »Die Bedeutung der Dinge - Wissenspotenziale eines Baukunstarchivs« vom 12. Juni bis 5. Juli 2015 auf der Hochschuletage des Dortmunder U und in der Stadtkirche St. Reinoldi, Eröffnung: 11. Juni 2015, 18:00 Uhr auf der Hochschuletage des Dortmunder U

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier

Download Flyer »Die Bedeutung der Dinge – Wissenspotenziale eines Baukunstarchivs«

Ein Projekt des Lehrstuhls Geschichte und Theorie der Architektur und des Seminars für Kunst und Kunstwissenschaft mit dem Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW (A:AI NRW) an der Technischen Universität Dortmund 2013–2015

„Planvoll“ ist Teil der Initiative „SammLehr. An Objekten lehren und lernen“ der Stiftung Mercator 

Die einzigartigen Objekte des Archivs für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW (A:AI) dokumentieren anhand von Plänen, Modellen und Fotografien das Bauen in NRW seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt in der Nachkriegszeit. Mit dieser Sammlung besitzt die Technische Universität Dortmund ein Alleinstellungsmerkmal, das sie in der Hochschullandschaft NRW auszeichnet.
Das von der Stiftung Mercator geförderte Lehrprojekt „Planvoll" verfolgt das Ziel, anhand dieser Sammlungsobjekte das Verständnis der gebauten Umwelt und der Möglichkeiten ihrer Vermittlung zu vertiefen. Die Bedeutungspotentiale der Objekte werden besonders im Hinblick auf Bauten und Ensembles untersucht, die in spezifischer Weise zur Identitätsbildung in den Städten des Ruhrgebiets beitragen. Im Mittelpunkt steht zunächst der Kirchenbau und hier speziell der Wiederaufbau der städtischen Hauptkirche St. Reinoldi in Dortmund nach dem Zweiten Weltkrieg. Im zweiten Schritt wird sich „Planvoll" weiteren Bauaufgaben der Gemeinschaft wie Rathaus- oder Schulbauten zuwenden.
Das Lehrprojekt geht von der methodischen Annahme aus, dass die Bedeutung der Sammlungsobjekte aus den sinnlich wahrnehmbaren Eigenschaften der Objekte entspringt. Es nutzt die universitätsweite Struktur der „Diversitätsdialoge in Studium und Lehre" und eröffnet den Dialog zwischen Studierenden der Architektur (Baugenieurwesen, Stadtplanung) und Lehramtsstudierenden des Faches Kunst, um so die Dialogfähigkeit zwischen verschiedenen Wissenschaftskulturen zu bestärken.
Vier Semester lang – vom Wintersemester 2013/14 bis zum Sommersemester 2015 – sollen im Rahmen von „Planvoll" modellhaft Seminare und Studienprojekte sammlungsbasierter Lehre an der TU Dortmund entwickelt und durchgeführt werden.

Das Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst Nordrhein-Westfalen (A:AI NRW) wurde 1995 an der TU Dortmund als zentrale Einrichtung für die Sicherung von Nachlässen in NRW gegründet und ist seit 2007 dem Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur angegliedert. Mit seinen einzigartigen Materialien dokumentiert es unter anderem anhand von Plänen, Modellen und Fotografien das Bauen in NRW seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt in der Nachkriegszeit und besitzt damit ein Alleinstellungsmerkmal. 

Hier gelangen Sie zu: A:AI Archiv für Architektur
und Ingenieurbaukunst NRW

Projektleitung
Prof. Dr. Wolfgang Sonne 
Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur
Technische Universität Dortmund
0231 - 755 4198
wolfgang.sonne@tu-dortmund.de 

Prof. Dr. Barbara Welzel
Institut für Kunst und Materielle Kultur/Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft
Technische Universität Dortmund
0231 - 755 2955
barbara.welzel@tu-dortmund.de

Projekt-Assistenz
Nathalie-Josephine von Möllendorff M.A.
Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft
Technische Universität Dortmund
0231-755 2955
nathalie.vonmoellendorff@tu-dortmund.de

Dipl.-Ing. Christos Stremmenos
Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur
Technische Universität Dortmund
0231-755 4198 oder 0231-755 6068
christos.stremmenos@tu-dortmund.de 

Dipl.-Ing. Regina Wittmann
Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur
Technische Universität Dortmund
0231-755 5671
regina.wittmann@tu-dortmund.de

Kooperationspartner
Stadtkirche St. Reinoldi, Pfarrer Michael Küstermann; Stadtarchiv Dortmund, Ltd. Archivdirektor Prof. Dr. Thomas Schilp 

Netzwerkpartner
Untere Denkmalbehörde Dortmund, Dipl.-Ing. Sonja Schrickel; LWL Amt für Denkmalpflege, Landeskonservator Dr. Markus Harzenetter, Dr. Eva Dietrich; Museum für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW (M:AI), Dr. Ursula Kleefisch-Jobst; Archivamt des LWL, Dr. Marcus Stumpf, Birgitt Geller; Landeskirchliches Baureferat, Evangelische Landeskirche von Westfalen, Dr. Ulrich Althöfer; Kirchenarchiv Bielefeld, Dr. Jens Murken

„Planvoll" richtet sich an unterschiedliche Studierendengruppen der Studiengänge Architektur, Städtebau und Denkmalpflege, der Lehramtsstudiengänge Kunst sowie dem Masterstudiengang Kulturanalyse und Kulturvermittlung.

Das Projekt wird im Rahmen der Initiative „SammLehr. An Objekten lehren und lernen" von der Stiftung Mercator gefördert. Diese Initiative unterstützt universitäre Projekte der sammlungsbasierten Lehre, das heißt der Wissensvermittlung anhand von Originalen der inneruniversitären Sammlungen.

Weitere Informationen zu „SammLehr" finden Sie auf der Homepage der Stiftung Mercator

Weitere Informationen zu „Diversitätsdialoge in Studium und Lehre" 

Lehrveranstaltungen und Projekte 









Fotos: Planvoll, TU Dortmund 

Planvoll WS 13/14 
Planvoll: St. Reinoldi - Die Stadtkirche als Identifikationsmonument Dortmunds

Planvoll SoSe 2014
Planvoll: Architekturpläne als Medien der Bauforschung und ästhetischen Bildung am Bestand Herwarth Schulte 

Planvoll WS 2014/2015
Planvoll: Kirchenbau im Ruhrgebiet

Planvoll SoSe 2015
Planvoll: Die Bedeutung der Dinge 

Kooperierende Lehrveranstaltung für Studierende (BA/MA)
der Architektur, des Städtebaus, der Denkmalpflege,
der Lehramtsstudiengänge Kunst
Lehrende: Nathalie von Möllendorff M.A., Dipl.-Ing. Christos Stremmenos, Dipl.-Ing. Regina Wittmann

„Planvoll" konzentriert sich auf Bestände des Archivs für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW (A:AI), die im besonderen Maße Aspekte der regionalen Identitätsbildung aufzeigen. Somit liegt der Focus dieses Seminars auf der Stadtkirche St. Reinoldi und ihrem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Der sehr reiche Nachlass des verantwortlichen Dortmunder Architekten Herwarth Schulte zeigt in beeindruckender Fülle die einzelnen Schritte und die aufeinanderfolgenden Planungsabläufe des Wiederaufbaus. Über die ausgeführten Entwürfe hinaus zeigen eine Fülle von verworfenen Zeichnungen die zur Diskussion stehenden Möglichkeiten, die Entwicklungen im Bauprozess sowie die Bandbreite der öffentlichen Diskussion. Abgerundet wird dies durch den ausführlichen Aktenbestand Schultes, bestehend aus Briefen, Fotos und Zeitungsartikeln, die immer wieder das Interesse, die Unterstützung und die Anteilnahme der Dortmunder Bevölkerung erkennen lassen.
Im Zentrum der Lehrveranstaltung steht dabei die intensive Arbeit mit den Objekten. Anhand des Nachlasses wird die Arbeit und Auseinandersetzung Herwarth Schultes nachgezeichnet, der über die rein architektonischen Entwürfe hinaus auch immer wieder die Stadtkirche in Bezug zu ihrem sozialen und städtebaulichen Umfeld setzt. Die spezifische Qualität der Sammlungsobjekte - ihre sinnliche Erfahrbarkeit, Ästhetik, Haptik, und Optik - und die damit verbundenen Bedeutungsebenen spielen neben Aspekten der Klassifikation, Kategorisierung und Katalogisierung sowie ihrer historischen Kontextualisierung und Interpretation eine zentrale Rolle. In diesem Seminar werden Studierende unterschiedlicher Fachdisziplinen und mit unterschiedlich weitem Studienverlauf zusammen gebracht und stehen in intensivem Austausch miteinander.  

Die Studierenden nehmen im Sommersemester 2014 im Rahmen des Weltkulturtages der UNESCO und im Sommersemester 2015 an der KinderUni der TU Dortmund teil.
Weitere Informationen zur KinderUni finden Sie weiter unten und hier

Im Sommersemester 2015 gestalten die Studierenden unterschiedliche Führungen im Rahmen der Ausstellung »Die Bedeutung der Dinge – Wissenspotenziale eines Baukunstarchivs« (12. Juni bis 5. Juli 2015).
Informationen über die Ausstellung »Die Bedeutung der Dinge – Wissenspotenziale eines Baukunstarchivs« finden Sie hier.

 

Planvoll WS 13/14
Ausstellungsprojekt: Der Wiederaufbau von St. Reinoldi

Projekt-Seminar für Studierende des Masterstudiengangs Kulturanalyse und Kulturvermittlung
Lehrende: PD Dr. Ester Meier

Im Rahmen des von der Stiftung Mercator geförderten Projekts „Planvoll" („SammLehr - An Objekten lehren und lernen") erarbeiten Studierende des Masterstudiengangs Kulturanalyse und Kulturvermittlung anhand des reichen Materials des A:AI, des Stadtarchivs Dortmund und anderer Archive eine Ausstellung (4. Februar bis 2. März 2014).
Die Studierenden des Masterstudienganges haben die Archivbestände gesichtet und anhand des Materials relevante Fragestellungen herausgearbeitet. So entstand in Auseinandersetzung mit den erhaltenen Dokumenten der Ausstellungstitel: „Auf der Suche nach dem Besten. Dortmund und der Wiederaufbau von St. Reinoldi".
Der Ausstellungstitel variiert den Bibelvers „Suchet der Stadt Bestes" (Jer. 29,7), den die Quellen vielfach zitieren. Der Vers spiegelt wider, welch große Relevanz der Wiederaufbau für die gesamte Stadt hatte. Tatsächlich wird das Interesse der Dortmunder Bürger und Bürgerinnen in den öffentlich geführten Diskussionen greifbar: Lotterien zum Gelderwerb, ausgeschriebene Wettbewerbe, breite Erörterung der eingereichten Vorschläge und des Wettbewerbsiegers in der lokalen Presse. Die öffentliche Diskussion entspann sich um besondere Elementen des Kirchenbaus. Schon wenige Jahre nach Kriegsende wurde in der Presse eingehend die Form des Turms und des Turmhelms erörtert, später folgte eine Debatte um die Turmhöhe. Mit der Einsetzung der Buntglasfenster von Hans Gottfried von Stockhausen in den Jahren 1967/68 war der Wiederaufbau des Kirchengebäudes zu einem Ende gekommen. Die Suche nach einer angemessenen Platzanlage hingegen gestaltete sich problematisch. Sie stand über Jahrzehnte im Zentrum der Auseinandersetzung und stand mit dem Bau der U-Bahn in den 1980er Jahren erneut zur Debatte.
An der „Suche nach dem Besten" nahm die Dortmunder Bevölkerung einen regen Anteil. Die Ausstellung dokumentiert den spannungsvollen Findungsprozess des Wiederaufbaus von St. Reinoldi.
Im Rahmen der Ausstellung findet am 26. Februar 2014 in Zusammenarbeit des Projektteams „Planvoll" mit Klaus Eldert Müller, Kantor in St. Reinoldi, die Veranstaltung „Töne Texte Tasten. Stimmen der Vergangenheit" statt. In dialogischen Lesungen werden Pro- und Contra-Stimmen, die die einzelnen Entwurfsstadien des Wiederaufbaus von St. Reinoldi begleiteten, zu Gehör gebracht. Zudem steht Herwarth Schultes Suche nach einer optimalen Gestaltung des Orgelprospekts im Mittelpunkt. Ausstellungsaufbau Planvoll Ausstellungsaufbau Planvoll  Ausstellung PlanvollFotos: Planvoll, TU Dortmund

Kooperationspartner: Stadtkirche St. Reinoldi, Stadtarchiv Dortmund
Ausstellungseröffnung: 4. Februar 2014, 19:30-21.00 Uhr im Rahmen der Vorlesungsreihe „Bild und Klang": „Dortmund - ‚Planvoll‘"
Führungen: donnerstags 17.30-18.00 Uhr und samstags 11.00-11.30 Uhr

Download Flyer "Planvoll" (PDF)    

Planvoll WS 13/14 bis SoSe 2015
Karten, Pläne und Sammlungen

WS 2013/14
Mit Karten lernen

SoSe 2014
Module KD2/KD3, KD7, TPM
Mit „Karten und Plänen in Sammlungen" Kunstunterricht und Vermittlungssituationen gestalten 

WS 2014/2015
TPM: Vorbereitungsseminar Praxissemester
Mit »Karten und Plänen« Kunstunterricht vorbereiten 

SoSe 2015
TPM: Begleitseminar Praxissemester
Mit »Karten und Plänen« Kunstunterricht durchführen und reflektieren 

 

Seminarfolge der Kunstdidaktik für Studierende der Lehramtsstudiengänge Kunst
Lehrender: Prof. Dr. Klaus-Peter Busse 
In einem mehrteiligen kunstdidaktischen Seminar zu »Planvoll« werden »Karten, Pläne und Sammlungen« unter Vermittlungsaspekten in Schulen und anderen Vermittlungssituationen untersucht. Im Seminar »Mit Karten lernen« arbeiten die Studierenden an dem Skript des Mappings und betten es in die Kontexte von thematischen, medialen und methodischen Skripten ein. Der Umgang mit diesen Skripten erlaubt eine Erfassung und Untersuchung von baukulturellen Prozessen an unterschiedlichen Orten in Bildungskontexten. Die Studierenden lernen ausgewählte Karten und Pläne im Kontext von Sammlungen und Archiven (z.B. im »A:AI Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst« an der TU Dortmund) kennen und prüfen ihre thematische wie mediale Nutzung in Vermittlungsprozessen. Ziel weiterer folgender Seminare ist ein didaktischer Handlungsapparat mit Modulen zu Unterrichtschoreografien und Unterrichtsmaterialien zur Vermittlung von Baukultur am Beispiel des Wiederaufbaus von St. Reinoldi in der Dortmunder Innenstadt.  

 

Kooperation mit dem Projektkurs Kunst - Heinrich-Heine-Gymnasium (Dortmund) - Jahrgangsstufe Q2 
Schulischer Projektkurs des Faches Kunst zum Thema Denkmalschutz mit Schülerinnen und Schülern des Heinrich-Heine-Gymnasiums unter der Leitung von Heinz Udo Brenk zu Gast bei »Planvoll« 
Beteiligte Lehrende der TU Dortmund: Prof. Dr. Wolfgang Sonne, Prof. Dr. Barbara Welzel mit Nathalie-Josephine von Möllendorff M.A. und Dipl.-Ing. Regina Wittmann 

Der Projektkurs Kunst des Heinrich-Heine-Gymnasiums in Dortmund unter der Leitung von Heinz Udo Brenk, mit dem das Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft sowie der Lehrstuhl Geschichte und Theorie der Architektur der TU Dortmund seit mehreren Jahren regelmäßig kooperieren, war im Rahmen seiner Arbeit zum Thema Denkmalschutz an Beispielen aus der Architektur Dortmunds im Schuljahr 2013/2014 mehrfach bei »Planvoll« zu Gast. Prof. Dr. Wolfgang Sonne gab gleich zu Beginn des Schuljahres eine Einführungsveranstaltung zu den Grundlagen der Architektur. Vor allem wurden verschiedene Exkursionen in Dortmund unternommen. Die Schülerinnen und Schüler besuchten unter anderem unter Anleitung von Dipl.-Ing. Regina Wittmann das Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW (A:AI) der TU Dortmund. 
Ein weiterer Termin fand in der Stadtkirche St. Reinoldi unter Leitung von Prof. Dr. Barbara Welzel und unter Mitwirkung von den Projekt-Assistentinnen Nathalie-Josephine von Möllendorff M.A. und Dipl.-Ing. Regina Wittmann statt. Bei diesem Besuch wurden Baunähte untersucht, bei denen der Beton des Wiederaufbaus unmittelbar an das mittelalterliche Mauerwerk stößt. Der Wiederaufbau der Stadtkirche wurde anhand ausgewählter Objekte - Fotos und originalen Bauzeichnungen des Architekten Herwarth Schulte - aus dem Bestand des A:AI, erläutert. Entscheidungen im Wiederaufbauprozess wurden mit den Schülerinnen und Schülern diskutiert. Anschließend besuchte der Kurs die öffentliche Vorlesung »Bilder und Klänge Europas zwischen Odessa, Dortmund und Lissabon«.  

 

SoSe 14 – 20.05.2014, 16.30-17.30 Uhr
KinderUni 2014
Dortmund sucht den Turm der Reinoldikirche

Beteiligte: Prof. Dr. Barbara Welzel mit Nathalie-Josephine von Möllendorff M. A., Dipl.-Ing. Regina Wittmann sowie Studierende

Welche Form soll der Turm der Reinoldikirche bekommen? Diese Frage wurde während des Wiederaufbaus nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges heftig diskutiert. Der Architekt Herwarth Schulte lieferte für die öffentliche Debatte eine Vielzahl von Alternativvorschlägen. Diese Pläne werden an der Technischen Universität Dortmund im Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW (A:AI) aufbewahrt. Was genau aber ist ein Archiv, und wie sieht ein Architekturplan eigentlich aus? Wie sehen die Turmvarianten aus, und würden wir heute wieder so entscheiden? Studierende der Planvoll-Seminare haben gemeinsam mit den Kindern St. Reinoldi und die Planzeichnungen Herwarth Schultes erkundet. Anhand der Pläne und des Baus wurden Geschichten in Schlusssteinen entdeckt, das Zusammentreffen von Alt und Neu ausfindig gemacht und in lebhafter Diskussion über »neue« Kirchtürme entschieden. Die Höhe der Gewölbe wurde vermessen, um dann die Ergebnisse in die Kopien der Pläne einzutragen. Dabei haben die KinderUni-Studierenden herausgefunden, dass das Gewölbe der Vierung 19,5 Meter hoch ist und dies der Länge der anschließenden drei Langhausjoche entspricht. 

Im Jahr 2001 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 21. Mai zum »Welttag der kulturellen Vielfalt« ausgerufen. Zum dritten Mal beteiligt sich die Technische Universität Dortmund mit Veranstaltungen an dieser Initiative.  

Download »Dortmund sucht den Turm der Reinoldikirche« (PDF)

 

SoSe 2014 – 20.05.2014, 19.00-20.30 Uhr
Neubeginn und Tradition
Der Wiederaufbau der Stadtkirche St. Reinoldi

Vortrag: Prof. Dr. Wolfgang Sonne (Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen) und Prof. Dr. Barbara Welzel (Seminar für Kunst und Kunstgeschichte), Nathalie-Josephine von Möllendorff M.A. und Dipl.-Ing. Arch. Regina Wittmann

Mit dieser Veranstaltung beteiligt sich das Projekt »Planvoll« am »Welttag der kulturellen Vielfalt« der UNESCO.

Die Rückversicherung auf Traditionen spielt in politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüchen eine wichtige Rolle. Dabei kommt – wie sich gegenwärtig weltweit beobachten lässt – dem Umgang mit Bauten und Kunstwerken große Bedeutung zu. Zu Konflikten kommt es, sobald Bauten und Kunstwerke für geschlossene Gruppenidentitäten vereinnahmt werden, statt sie in vielfältiger Perspektive zu erschließen.
Die Zeichnungen des für den Wiederaufbau der Stadtkirche St. Reinoldi verantwortlichen Architekten Herwarth Schulte erhellen die Spannung zwischen Neubeginn und Tradition. Sein Nachlass wird an der TU Dortmund im Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW (A:AI) aufbewahrt. Die Abendveranstaltung diskutiert exemplarisch zum Teil unpublizierte Zeichnungen. Sie ist Teil des von der Stiftung Mercator geförderten Projektes »Planvoll« im Rahmen der Initiative »SammLehr – An Objekten lehren und lernen«.

Download »Neubeginn und Tradition – Dortmund und der Wiederaufbau der Stadtkirche St. Reinoldi«

 

SoSe 2014 ­– Samstag, 27. September 2014, 15.53 – 0.45 Uhr
Nacht der Visionen - »Planvoll« zu Gast bei der Dortmunder Museumsnacht 2014

Vortrag: Nathalie-Josephine von Möllendorff M. A., Uwe Schrader, Dipl.-Ing. Regina Wittmann

Die DEW21-Museumsnacht stand 2014 unter dem Thema »Nacht der Visionen«. »Planvoll« beteiligte sich an der Veranstaltung und widmete sich dem Thema der Vision in unterschiedlichen Perspektiven. Gottesvision, Sakralität, Wiederaufbau, Utopie und Zukunftsfähigkeit von Stadt und Kirche sind die Themen der Veranstaltungen. Begleitet werden die Vorträge mit musikalischen Darbietungen. Der Vortragsreihe fand in Zusammenarbeit der Reinoldikirche mit der TU Dortmund statt.

Download »Nacht der Visionen«

 

SoSe 2015 
Die Bedeutung der Dinge – Wissenspotenziale eines Baukunstarchivs
Ausstellung auf dem »Campus Stadt« der TU Dortmund im U und
in der Stadtkirche St. Reinoldi
12. Juni bis 5. Juli 2015

Ausstellungseröffnung:
Donnerstag, 11. Juni 2015, 18 Uhr
»Campus Stadt« im Dortmunder U

Die Ausstellung »Die Bedeutung der Dinge« feiert das 20-jährige Bestehen des Archivs für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW (A:AI) der TU Dortmund und präsentiert das Projekt »Planvoll«, das anhand der Sammlungsbestände des A:AI innovative Modelle der objektbasierten Lehre entwickelt hat. Sie findet an zwei Orten statt: auf dem »Campus Stadt« der TU Dortmund im U sowie in der Stadtkirche St. Reinoldi. In den Blick genommen werden auch Bauten auf dem Weg zwischen den zwei Standorten.
Einen inhaltlichen Fokus bildet der Wiederaufbau der städtischen Hauptkirche St. Reinoldi nach dem Zweiten Weltkrieg. Verantwortlicher Architekt war Herwarth Schulte, dessen Nachlass im A:AI aufbewahrt wird. Den methodischen Fokus bilden die Erkenntniswege im Baukunstarchiv sowie die innovativen Lehrkonzepte verschiedener Fächer mit den »Dingen« des Archivs.

Download Flyer »Die Bedeutung der Dinge – Wissenspotenziale eines Baukunstarchivs«

 

nach oben
Zurück zur Übersicht 

 

Termine

Archiv

Veranstaltungen
2016
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
2008