Dortmunder Mittelalter-Forschungen 

Schriften der Conrad-von-Soest-Gesellschaft. Verein zur Förderung der Dortmunder Kulturleistungen im Spätmittelalter
Herausgegeben von Thomas Schilp und Barbara Welzel 

Die Schriftenreihe versammelt neuere Forschungen zum Mittelalter in Dortmund (und Westfalen). Sie richtet sich an die interdisziplinären Fachöffentlichkeiten und an die interessierte Öffentlichkeit. Zu diesem Profil gehört es, dass die Publikationen regelmäßig – begleitet von Pressearbeit durch die Stadt Dortmund und/oder die Technische Universität Dortmund – öffentlich in einem Festakt präsentiert werden. Neben dem Verkauf im Buchhandel ist die Anbindung der Publikationen an die Orte, von denen sie handeln, bewusster Teil des Arbeitsprogrammes: Sie werden zumeist in den jeweiligen Kirchen angeboten, sind dort zu einem Aspekt der kulturellen Selbstdarstellung geworden. Die örtlichen Verkaufszahlen bestätigen dieses Vorgehen. 

Übersicht der Cover aller Publikationen "Dortmunder Mittelalter-Forschungen"Bd.1: Brigitte Buberl (Hg.): Conrad von Soest. Neue Forschungen über den Maler und die Zeit um 1400. Bielefeld 2004
Bd.2: Barbara Welzel/Thomas Lentes/Heike Schlie (Hg.): Das „Goldene Wunder“ in der Dortmunder Petrikirche. Bildgebrauch und Bildproduktion im Mittelalter. Bielefeld 2003; 2. erweiterte Auflage Bielefeld 2004
Bd.3: Thomas Schilp/Barbara Welzel (Hg.): Dortmund und Conrad von Soest im spätmittelalterlichen Europa. Bielefeld 2004
Bd.4: Monika Fehse: Dortmund um 1400. Hausbesitz, Wohnverhältnisse und Arbeitsstätten in der spätmittelalterlichen Stadt. Bielefeld 2005
Bd.5: Nils Büttner/Thomas Schilp/Barbara Welzel (Hg.): Städtische Repräsentation. St. Reinoldi und das Rathaus als Schauplätze des Dortmunder Mittelalters. Bielefeld 2005 (vergriffen)
Bd.6: Thomas Schilp/Barbara Welzel (Hg.): Dortmund im Mittelalter. Stadtführer. Bielefeld 2006; 2. Auflage Bielefeld 2006
Bd.7: Matthias Ohm/Thomas Schilp/Barbara Welzel (Hg.): Ferne Welten – Freie Stadt. Dortmund im Mittelalter. Ausstellungskatalog Dortmund 2006. Bielefeld 2006
Bd.8: Thomas Schilp/Barbara Welzel (Hg.): Die Dortmunder Dominikaner im späten Mittelalter und die Propsteikirche als Erinnerungsort. Bielefeld 2006
Bd.9: Barbara Welzel (Hg.): Altes Gold in neuer Pracht. Das „Goldene Wunder“ in der Dortmunder St. Petri-Kirche, Bielefeld 2006
Bd.10: Evelyn Bertram-Neunzig: Das Hochaltarretabel in der Dortmunder St. Reinoldikirche. Bielefeld 2007
Bd.11: Birgit Franke/Barbara Welzel mit Illustrationen von Frank Georgy: Dortmund entdecken. Schätze und Geschichten aus dem Mittelalter. Bielefeld 2008; 2. Auflage Bielefeld 2009
Bd.12: Thomas Schilp/Barbara Welzel (Hg.): Mittelalter und Industrialisierung. St. Urbanus in Huckarde. Bielefeld 2009
Bd.13: Gerd Dethlefs (Hg.): Das Cappenberger Chorgestühl 1509-1520. Meister Gerlach und die Bildschnitzerwerkstatt der Brabender in Unna. Bielefeld 2009
Bd.14: Thomas Schilp/Barbara Welzel (Hg.): St. Johannes in Brechten als Erinnerungsort des Ruhrgebiets. Geplant für 2011

Als Band 6 der Reihe erschien der „Stadtführer. Dortmund im Mittelalter“. Er stellt zu den mittelalterlichen Bauten, ihren Ausstattungen, der Stadtgeschichte und Stadtarchäologie die neuesten Forschungsergebnisse vor und setzt die Stadt in ihren europäischen Kontext. Für die Innenstadtkirchen konnten alle Ergebnisse der bisherigen Kolloquien eingearbeitet werden, für die übrigen 17 Kirchen mit mittelalterlicher Bausubstanz und/oder Ausstattungsstücken auf Stadtgebiet (die in diesem Umfang erstmals zusammengestellt sind) wurde eine systematische bauhistorische Bestandsaufnahme veranlasst. Der Stadtführer bezieht auch die auf mittelalterliche Bauten zurückgehenden Adelssitze bewusst ein. Teil des Projektes war eine Fotokampagne.

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm begleitete die Ausstellung „Ferne Welten – Freie Stadt“. Es gelang, mit den Pfarrerinnen und Pfarrern gemeinsame Öffnungszeiten der üblicherweise geschlossenen Kirchen zu verabreden. So kam ein gemeinsamer „Auftritt“ der meisten dieser Kirchen zustande, die sich – unter dem Dach des Stadtführers – als Kultur- und Geschichtsorte an dem Projekt beteiligten. Darüber hinaus konnte der Stadttourismus dafür gewonnen werden, Exkursionen zu zahlreichen dieser Orte anzubieten. An diesen Veranstaltungen nahmen mehrere tausend Dortmunderinnen und Dortmunder teil. Einige der Kirchen – so etwa die St.-Johann-Baptist-Kirche in Dortmund-Brechten – bieten inzwischen regelmäßige Öffnungszeiten an und verzeichnen bis heute einen spürbaren Anstieg ihrer Besucherzahlen. 

Der „Stadtführer. Dortmund im Mittelalter“ (Auflagenhöhe 3.000) war nach vier Monaten vergriffen; die Reinoldigilde zu Dortmund hat eine zweite Auflage unterstützt.

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